Ping Pong

Ping-Pong, 2001
Rauminstallation mit Beate Hilbig und Uschi Selbmann, Rathaus Nürtingen

 

 

„……Wie Sie alle unschwer erkannt haben, handelt es sich hier um die Kreuzung eines Konferenztisches mit einem Tischtennistisch. Und zwar derart, dass das entstandene neue Objekt nun weder zum Tischtennisspielen noch zum Abhalten von Konferenzen mehr taugt. Das einzige, was wir mit diesem Objekt noch machen können, ist: es zu betrachten. Dinge, die zu nichts anderem mehr zu gebrauchen sind als zum bloßen Betrachtet werden, nicht einmal mehr zum Wegschmeißen, nennen wir Kunstwerke. Das klingt simpler als es ist. Denn das Betrachten von Kunst ist eine Kunst für sich, vielleicht sogar die einzige Kunst, die noch eine Zukunft hat. Der berühmte Satz von Picasso: „Es ist schwieriger meine Bilder zu betrachten, als sie zu malen“ gilt nicht nur für ihn und nicht nur für dieses Kunstobjekt hier. Er gilt allgemein. Die eigentliche Kunst hat der Betrachter zu leisten. Das klingt anstrengend und ist es auch……..“

Harry Walter, Auszug aus der Eröffnungsrede


‘…As you’ve all easily recognised, what we have here is a crossing between a meeting room table and a table tennis table. The object that results from this is suitable neither for playing table tennis nor for holding meetings. There’s only one thing we can still do with this object: to look at it. Things that have no use left other than to simply be looked at, not even to be thrown away, are what we call works of art. That sounds simpler than it is. Looking at art is an art in itself, perhaps even the only art with any future. The famous quote of Picasso’s – “it’s harder to look at my paintings than to create them” – applies not only to him and not only to this piece of art here. It applies universally. The real art is carried out by the viewer. That sounds tiring, and it is…’

Harry Walter, excerpt from opening speech